Programm – Mittwoch, 21. April 2021

Am zweiten Tag geht es so weiter ...

08:30 Uhr – Get together, Registrierung & Technikcheck

Die Online Plattform ist ab 08:30 Uhr zum get together und  Technikcheck geöffnet.

09:00 Uhr – Best Practice on the way

30 Minuten pro Speaker inkl. Question & Answer

10:30 Uhr – Big Business: Auf dem Weg zu einer zukunftsfähigen Wirtschaft?

30 Minuten pro Speaker inkl. Question & Answer

            Technik die begeistert             

Ein Konzern auf dem Weg zum Klimaversprechen

11:30 Uhr – Pause

im virtuellen Raum. Austauschmöglichkeit mit anderen Teilnehmer*innen und anwesenden Unternehmen.

Exklusiv für All-Access-Ticket-Inhaber

Für Light-Ticket-Inhaber

12:00 – 13:00 Uhr – „Reisegruppe“

Geführte Austauschgruppe mit Beratung und Moderation.

12:00 Uhr – Virtueller Austausch

Austauschmöglichkeit mit anderen Teilnehmer*innen und anwesenden Unternehmen im virtuellen Raum.

13:00 Uhr – Mittagspause

im virtuellen Raum. Austauschmöglichkeit mit anderen Teilnehmer*innen und anwesenden Unternehmen.

14:30 Uhr – Speakerscorner

Die Keynotes der Speaker stehen vor der Veranstaltung als Video allen Teilnehmer*innen zur Verfügung, um sich über die unterschiedlichen Themenbereiche vorab zu informieren.  Jeder Teilnehmer kann sich vor Beginn der Online Veranstaltung für zwei Themen zum Speakerscorner anmelden. Die 13 unterschiedlichen Speakerscorner finden jeweils 2 Mal parallel statt (2 x 40 Min mit 10 Minuten Pause zum Wechseln der Speakerscorner). Die Speaker beantworten die Fragen der Teilnehmer.  

Rechtsformen für ethisches Wirtschaften

Finanzen, die die Zukunft möglich machen

Banken müssen wieder mehr zu Ermöglichern werden. Die Herausforderungen durch die anhaltende Null-/Minuszinsphase, die Digitalisierung und Regulatorik sind bei Bankvorständen seit Jahren die bestimmenden Themen. Es werden Lösungen gesucht, um Kosten einzusparen und wettbewerbsfähig zu bleiben. Filialschließungen, Plattformbanking und Mobile First sind nur einige Themen… Hinzu kommt, dass Banken Nachhaltigkeitsrisiken (physische und transitorische Risiken) künftig stärker als bisher in ihrem Alltagsgeschäft berücksichtigen müssen. Mit neuen alten Konzepten sind Banken nicht mehr zukunftsfähig.  Sie sind im originären Sinne nur Finanzintermediäre. Sie sind Vermittler zwischen Menschen, die Geld sicher verwahren lassen wollen, und Unternehmen oder Personen, die unternehmerisch wirken wollen und das Geld im bestmöglichen Fall für sozial-ökologische Projekte benötigen. Bei der Frage, wie wir mit unserem Handeln die gesellschaftlichen Fragen der Zukunft beantworten, spielen Banken eine immer wichtigere Rolle. Wir müssen uns bewusstmachen, dass wir mit unseren (Management-) Entscheidungen die Weichen für das Leben zukünftiger Generationen stellen. Geld ist für die Menschen da! Wer wirklich Verantwortung übernehmen will, muss bei jeder Entscheidung an die sozialen und ökologischen Auswirkungen denken. Wenn Banken die Nachhaltigkeit fest in ihrer Strategie verankern, können sie durch gezielte Förderung die positiven Zukunftsbilder, die wir uns in der Gesellschaft wünschen und benötigen, ermöglichen.

We Care – das Siegel für nachhaltiges Unternehmens- und Lieferkettenmanagement

We Care richtet sich an Unternehmen der Lebensmittelwirtschaft. Der Standard formuliert gesamtheitliche Anforderungen für Nachhaltigkeit und bietet Unternehmen dafür ein Zertifizierungssystem an. Er ist ausgerichtet auf Nachhaltigkeit als Ganzes, d. h.:

  • ökologische und soziale Themen
  • gesamte Sortimente, nicht nur ausgewählte Leuchtturm-Produkte
  • Nachhaltigkeit an eigenen Standorten ebenso wie im Lieferkettenmanagement

We Care hilft Unternehmen, diese Verantwortung systematisch zu verankern, kontinuierlich weiterzuentwickeln und durch externe Überprüfung und Zertifizierung glaubwürdig und kommunizierbar zu machen.

Nach dem Standard können sich Lebensmittelunternehmen zertifizieren lassen, die selbst Lebensmittel importieren, verarbeiten oder herstellen, die Lebensmittel auch oder ausschließlich bei anderen Unternehmen herstellen lassen und die ggf. ihre Rohwaren oder Fertigprodukte auch als Groß- oder Einzelhändler vertreiben.

We Care achtet vorrangig auf das Nachhaltigkeitsmanagement auf den nachfolgenden Stufen der Wertschöpfungskette, z. B. bei Importeuren, Herstellern und Markeninhabern in den Blick. Durch den integrierten Fokus auf nachhaltiges Lieferkettenmanagement ist We Care zugleich darauf ausgerichtet, in den Lieferketten die Anwendung erzeugerorientierter Bio‑, Fair- und Nachhaltigkeitszertifizierungen zu fördern.

Fragen zum Standard beantworten Ihnen im Speakers Corner Axel Wirz, We-Care-Koordinator beim FiBL Deutschland e.V. und Hennig Osmers-Rentzsch von Lebensbaum.

Das eigene Unternehmen agil und zukunftsfähig ausrichten! Wie kann die Soziokratie dabei helfen?

Mit der Soziokratie werden im Unternehmen Methoden und Techniken etabliert, die eine Mitverantwortung aller und Selbstmanagement nachhaltig einführen.  Wir bezeichnen die Soziokratie auch als eine “leere Methode”. Das bedeutet, dass sie lediglich einen smarten Rahmen für selbstgewählte Inhalte und Vereinbarungen bietet und deshalb in allen Arten von Organisationen angewendet werden kann. Sie eignet sich sowohl dafür, bestehende lineare Hierarchien mit einer partizipativen Kreisstruktur zu ergänzen, als auch sehr flachen, basisdemokratischen Organisationen zu strukturierterer Aufgabenverteilung und zu mehr Effektivität in der Entscheidungsfindung und Wertschöpfung zu verhelfen. Welchen Vorteil eine soziokratisches Vorgehen in Ihrem Unternehmen haben könnte und wie dieses umgesetzt werden kann, wollen wir in der Fokusgruppe gemeinsam herausfinden und entwickeln!

Tourismus als Treiber der SDG’s

Bis 2030 sind 30% des Tourismusangebotes „grün“ – der nachhaltige Tourismus ist keine Nische mehr, sondern Mainstream,  und ist damit ein willkommener und hilfreicher Treiber für die SDGs!
Geht das? Na klar, wenn wir alle mitmachen!
Die Politik, die für alle Wirtschaftsbereiche durch Gesetzgebung und finanzielle Instrumente die Weichen stellt, v.a.  zur verbindlichen und planbaren  Reduzierung des CO² Ausstoßes um 60% und zur Erhöhung der geschützten Landfläche in Europa auf 30% bis 2030.
Und wir alle als Beteiligte im internationalen Tourismus mit seinen Möglichkeiten für eine hohe Umweltverträglichkeit, Soziale Verantwortung und wirtschaftliche Wertschöpfung.
§ Sie wollen Ihr Hotel, ihren Campingplatz, Ihr Restaurant, ihre Attraktion, ihre Ausflüge, Ihre Destination, Ihr Reiseangebot nachhaltig entwickeln? Go Green!
§ Sie wollen ihre Reisen ab sofort verantwortlicher planen und durchführen? Travel Green!
§ Sie wollen Ihr Marketing und Ihren Verkauf auf nachhaltige Reiseangebote umstellen? Promote Green!

Die Europäische Initiative „European Tourism Going Green 2030“ bietet dazu mit den globalen „Green Travel Maps“ und der globalen Initiative „Travel Green Planet2030“ eine gemeinsame Plattform für alle – ab sofort!
Dazu mehr auf dem BEST FORUM 2021!

Wachstum 2.0 – Wie sich Nachhaltigkeit lohnt

Der Titel provoziert, und zwar gleich doppelt. Wir wissen doch seit Jahrzehnten, dass es Grenzen des Wachstums gibt, wie es der erste Club of Rome-Bericht zeigte. Es kann auf keinen Fall so weitergehen wie bisher. Darf man dann überhaupt noch von Wachstum reden, wenn es um Nachhaltigkeit gehen soll? Ist das Gerede von „Grünem Wachstum“ nicht viel mehr Schein als Sein? Ist die Kritik an den Lohas nicht sehr berechtigt, die mit ihrem SUV zum Bioladen fahren? Mögen wir Deutschen in dem internationalen Ranking der Nachhaltigkeitsperformance, das die Bertelsmann-Stiftung mit dem Sustainable Development Solutions Network der Vereinten Nationen herausgibt, auch einen recht guten fünften Platz belegen. Aber was nützt das, wenn unser ökologischer Fußabdruck 4-5 Erden erfordern würde, wenn alle Menschen so lebten?

Der Titel provoziert aber noch aus einem anderen Grund: wenn sich Nachhaltigkeit lohnen würde, warum hat sie sich dann nicht längst durchgesetzt? Unternehmen haben doch meist einen geradezu phantastischen Sensor dafür, wie man Gewinne steigern und Kosten vermeiden kann. Kann sich Nachhaltigkeit denn überhaupt lohnen?

Alles sehr berechtigte Fragen und Einwände. Prof. Dr. Christian Berg (TU Clausthal) wird in seinem Vortrag zunächst auf diese Einwände eingehen, bevor er dann auf die gesellschaftliche Rolle von Unternehmen zu sprechen kommt, die sich seit einigen Jahrzehnten mit zunehmender Dynamik verändert hat. Und schließlich wird skizziert, welche Ansatzpunkte es für unternehmerische Nachhaltigkeit gibt – was Unternehmen also tun können (und sollten), um nicht nur ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden, sondern auch ihren unternehmerischen Erfolg sicherzustellen.

Natürlich erfolgreich – Wirtschaften nach dem Gaia-Prinzip

Das Bio Hotel Gaia strebt an, ein Zero-Waste Hotel zu werden und hat seit 2015 bereits mehrere Prozesse implementiert. Zero Waste bedeutet, Produkte und Prozesse so zu verwalten, dass das Volumen an Abfall und Toxizität systematisch vermieden und eliminiert wird. Eine kurze Präsentation soll Ihnen einen Einblick geben und Ihre Fantasie anregen, was in Ihren jeweiligen Unternehmen getan werden kann, um Ihre verschwendeten Ressourcen zu managen.

In einem offenen Dialog steht Selinda Geyer als Praktikerin zur Verfügung.

Solidarisch und regional – zusammen, was zusammen gehört

Manche Menschen handeln aus Zorn über den Zustand der Welt und ihre Ungerechtigkeiten. Bei Anja Dördelmann ist das anders. Ihre Motivation liegt in ihrer tief verwurzelten Liebe zur Heimat und ihren Mitmenschen. Es sollte Schluss sein mit passivem Jammern. Schließlich gibt es viel zu tun, wenn wir die Welt erschaffen wollen, die unser Herz kennt.

Mit der gemeinwohl-bilanzierten Genossenschaft Herzstück Horgau geht es um mehr als nur bioregionale Lebensmittel: Es geht um einen sozio-ökologischen Wandel. Den brauchen wir, wenn wir die Grundlagen auf unseren Planeten für uns, aber auch für zukünftige Generationen erhalten wollen. Faires Wirtschaften, ein solidarisches Miteinander, eine Perspektive für kleine Bio-Erzeuger aus der Region, Verpackungsmüll sparen, ohne Palmölverbrauch leben und wo es geht, auf erneuerbare Energien umsteigen.
Ganzheitlich ist das Konzept. Sie weiß, dass die Beziehung zwischen Verbraucher und Erzeuger elementar ist, um wirklich Zusammenhalt und Solidarität zu stiften. „Wenn ich die Produzenten meiner Lebensmittel kenne, dann entsteht eine andere Wertschätzung. Dann weiß ich, was mit meinem Geld geschieht und welche Produktionsweise ich mit meinem Einkauf unterstütze.“

Gemeinsam mit Thomas Börkey-Biermann wird Anja Dördelmann berichten wie Kooperation entstehen kann. Nachahmer willkommen!

Wasser schützen, Boden pflegen – Leben erhalten

Wasser ist unser wichtigstes Lebensmittel, der Zugang zu sauberem Wasser ein Menschenrecht. Gleichzeitig ist das Wasser weltweit gefährdet – gerade auch in einem Land wie Deutschland, in dem es auf den ersten Blick genug davon gibt. Grund sind menschgemachte Verunreinigungen wie Pestizide, Nitrat und andere Schadstoffe aus Industrie und intensiver Landwirtschaft, die mehr und mehr in unser Wasser einsickern. Was wir gemeinsam dagegen tun können, welche Rolle der Netzwerkgedanke dabei spielt und warum die Pflege des Bodens für den Erhalt unserer Lebensgrundlagen zentral ist, zeigt Bio-Pionier Dr. Franz Ehrnsperger in seinem Vortrag.

Klimaschutz – lokal, national, global

Welche Auswirkungen hat das Brennstoffemissionshandelsgesetz auf den CO2 Preis? Und reicht der Preis aus, um den Notwendigkeiten des Klimaschutzes gerecht zu werden? Was wird in näherer Zukunft notwendig sein? Best Practice – aus dem Unternehmensalltag. Wie kann ein Unternehmen Verantwortung übernehmen? Wie sieht eine unternehmerische Klimastrategie aus und wie setzt man das Ziel der Klimaneutralität praktisch um? Dies diskutiert Harald Rettich in seiner Fokusgruppe.

Was uns bewegt: 

Innovative Mobilitätskonzepte

Die Mobilität muss sich in Gegenwart und Zukunft großen Herausforderungen stellen, sie muss umweltfreundlich, ressourcenschonend und dennoch für alle erschwinglich sein. Fieberhaft suchen Experten nach Lösungen. Eine davon ist Elektromobilität, doch die Gesellschaft übt sich noch in Zurückhaltung gegenüber dieser gar nicht so neuen Technologie. Zur Erreichung der Pariser Klimaziele ist sie aber unabdingbar. Ein Salzburger Automobil-Handelskonzern versucht in einem pilothaften Projekt dieser Herausforderung mit dramaturgischen und szenografischen Mitteln zu begegnen. Seit Beginn dieses Jahres gibt es in Salzburg dieses Projekt mit dem Namen MOONCITY. Leo Fellinger führt bei seinem Vortrag in Ziele, Motive und Hintergründe dieser Initiative.

 

Vernetzung als Strategie und Grundlage der eigenen Wandlungsfähigkeit. Wie können wir in Zeiten immer unklarerer ‚Zukünfte‘ (‚VUCA‘) unsere Chancen erhöhen und gleichzeitig die Risiken minimieren? Vernetzung ist DIE grundsätzliche Strategie, die Kollaboration und Kooperation ermöglicht. Dies erfordert eine neue Kultur der Arbeit und des Miteinanders, aus dem sich Ökosysteme entwickeln können. Ökosysteme in der Wirtschaft haben die Eigenschaft, dass sie intelligenter sind als die Menschen oder Einheiten, die sie geschaffen haben. Sie öffnen Wege und Räume für ein neues Handeln. In der Fokusgruppe ‚Neue Mobilitätskonzepte‘ wirft Michael Birk  einen Blick auf inspirierende Beispiele aus der Praxis und reflektiert die aktuellen Herausforderungen der Teilnehmenden. Und nach dem BEST ECONOMY forum 2021 geht es weiter: gemeinsam mit “Driversity“ bringen wir die Impulse aus der Fokusgruppe in Ihr Unternehmen.

Gemeinwohl-Bilanzierung in der Praxis

Weitere Informationen folgen in Kürze…

Boden pflegen, Klima schützen

In unserer Fokusgruppe geht es um die Wichtigkeit des Bodens hinsichtlich einer gesunden Ernährung, eines resilienten Ökosystems und reinem Wasser, sowie in Bezug auf das Klima und die Friedfertigkeit der Menschen. Und es geht auch darum, mit dem Bodenfruchtbarkeitsfonds ein Projekt kennen zu lernen, das weitere Partner*innen sucht um gemeinsam mit verschiedlichen gesellschaftlichen Akteuren*innen Verantwortung für die Fruchtbarkeit der Böden zu übernehmen und die Bäuerinnen und Bauern wieder mehr wertzuschätzen, ihnen Freiräume zu schaffen, in denen sie diese wichtigen Aufgaben würdevoll erfüllen können und sie wieder ins Zentrum der Gesellschaft zu stellen, wo sie aus unserer Sicht hingehören. Sie erfahren viel Wissenswertes über das Wunder Boden und auch, wie sie als Unternehmer*in konkret Mitverantwortung übernehmen und somit die Wirksamkeit dieses Kulturimpulses konkret potenzieren können.

16:00 Uhr – Pause

im virtuellen Raum. Austauschmöglichkeit mit anderen Teilnehmer*innen und anwesenden Unternehmen.

16:30 Uhr – Startup Challenge

Die besten Start-up Ideen präsentieren ihre Unternehmen – die BEST ECONOMY forum Teilnehmer*innen geben ihre Stimme ab.

Exklusiv für All-Access-Ticket-Inhaber

Für Light-Ticket-Inhaber

17:30 – 18:30 Uhr – „Reisegruppe“

Geführte Austauschgruppe mit Beratung und Moderation.

17:30 Uhr – Virtueller Austausch

Austauschmöglichkeit mit anderen Teilnehmer*innen und anwesenden Unternehmen im virtuellen Raum.

18:30 Uhr – Ende Tag 2